||||| Kontakt | FAQ | Inhalt | Impressum | Fitness@Business: Überblick



Fitness@Business: Fitnessprogramme für Marketing, Innovationen + Personal-Training.


Fitness@Business: Wir bringen Ihr Unternehmen auf Trab
Erfolgsbausteine
Sie befinden sich hier: Überblick > Aktuelles

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Juli 2009: Shape up Business 17/2009, Themenheft Zielgruppen Marketing:
Alle eine Firma - aber nicht alle ein Training

von Iris Hadbawnik

Die größte aller Gesamt-Zielgruppen in Deutschland umfasst 39,63 Millionen Männer und Frauen, von denen jedes Fitnessstudio einen mehr oder weniger großen Anteil zu seinem Einzugsgebiet zählen kann. Und keine andere Zielgruppe wird staatlich so stark gefördert wie sie. Die Zielgruppe heißt: Arbeitnehmer. Bis zu 500 EUR pro Jahr kann ein Unternehmen seit Januar 2009 in die Fitness und Gesundheit (Fachbegriff: Betriebliche Gesundheitsförderung) seiner Mitarbeiter stecken und steuerlich absetzen.

Bislang haben Fitnessstudios diese Zielgruppe allerdings kaum mehr als ansatzweise erschlossen. Allerdings scheinen die zahlreichen Vorteile für Unternehmen durch den Einsatz von Firmenfitness scheinen vielen Entscheidern nicht hinreichend bekannt. Wie nötig ein Umdenken der Firmen jedoch ist, die bislang nicht in diesen Bereich investiert haben, verdeutlicht eine im Mai veröffentlichte Studie der Techniker Krankenkasse.

Demnach arbeitet jeder dritte Berufstätige der 1.014 Befragten nach eigener Aussage durch beruflichen Stress häufig am persönlichen Limit. In Folge dessen leiden zwei Drittel der Vielgestressten unter Muskelverspannungen und Rückenschmerzen. 57 Prozent sind ständig erschöpft, zum Teil sogar ausgebrannt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten der Studie zufolge bei den Menschen unter Dauerdruck doppelt so häufig auf wie bei den wenig bis gar nicht Gestressten. Einen für die Unternehmensfitness äußerst interessanten Ansatz beinhaltet die Aussage, dass für 72 Prozent der Deutschen sportliche Betätigung oder Bewegung an der frischen Luft die bevorzugten Mittel gegen Stress sind. 

Neben dem positiven Nutzen hinsichtlich des gesundheitlichen Wohlbefindens der Mitarbeiter kann ein zielgerichtetes Angebot an Unternehmensfitness mit einer maßgeschneiderten internen Kommunikation auch als Prämie oder Incentive für die Arbeitnehmer verstanden werden. 

Sinnvolle Unterteilung der  Zielgruppen 

Unternehmen die planen ihren Mitarbeitern Fitnesskonzepte anzubieten, sollten zwischen den unterschiedlichen Zielgruppen innerhalb der Belegschaft und deren individuellen Interessen unterscheiden. Nur dann ist der gewünschte Erfolg realistisch zu erzielen. 

Als Vorlage für eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Unterteilung kann folgende dienen:

  • Arbeiter
  • Angestellte
  • Management

Arbeiter im klassischen Sinne werden als Arbeitnehmer mit überwiegend körperlicher Tätigkeit, beispielsweise in einer Werkstatt oder am Fließband, verstanden. Zu der Gruppe der Angestellten zählen Arbeitnehmer mit überwiegend sitzender oder stehender Tätigkeit (beispielsweise an Bildschirmarbeitsplätzen oder im Verkaufsbereich). Die Gruppe des Managements bilden Mitarbeiter der mittleren und oberen Führungsebene. Dies reicht je nach Gesellschaftsform vom Abteilungs- oder Bereichsleiter bis hin zum Geschäftsführer oder der Vorstandsebene eines Unternehmens. 

Zielgruppenspezifische Interessen kennen und nutzen 

Durch den Einsatz einer internen Mitarbeiterbefragung lassen sich die zielgruppenspezifischen Interessen bestimmen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Interessen überwiegend sitzender Arbeitnehmer einen vollkommen anderen Anspruch an die sportliche Betätigung - im Sinne eines körperlichen Ausgleichs - haben, als Arbeiter, die in einseitiger Haltung oder unter körperlichem Einsatz ihre Tätigkeit verrichten. 

Der gesamten Belegschaft lediglich einen Fitness-Center-Besuch zu subventionieren ist zwar ein erster lobenswerter Ansatz, bringt aber nicht immer den gewünschten Effekt. Ein großes Chemieunternehmen im Rhein-Main-Gebiet, das seinen Mitarbeitern ein eigenes Inhouse-Fitness-Center zur Verfügung stellt, konnte nicht den geplanten Effekt über die gesamte Mitarbeiterstruktur erzielen. Angestellte, die allgemein eher als fitnessafin gelten, nutzen das Fitnesstraining zahlreicher, als beispielsweise die Gruppe der Arbeiter. Deren Argumentation für die Ablehnung bestand darin, einer eventuellen Begegnung mit direkten Vorgesetzten, Kollegen in weisungsberechtigten Positionen oder der Geschäftsführung aus dem Weg zu gehen. 

Für die Gruppe der Arbeiter ist der gesellige Aspekt im Kollegenkreis (der eigenen Abteilung oder Einheit) ein wichtiges Kriterium zur Motivation zur sportlichen Bewegung. Äußerst erfolgreich sind Unternehmen, die dieser Zielgruppe Aktivitäten wie Fußball oder Badminton anbieten. So stellt beispielsweise ein mittelständisches Technologie-Unternehmen wöchentlich reservierte Badminton-Courts für die Mitarbeiter zur Verfügung. Ein großer deutscher Automobilzulieferer veranstaltet jährliche Fußballturniere, in denen Teams verschiedener Standorte gegeneinander antreten. 

Den Mitarbeitern mit einer starken Rückenbelastung aufgrund sitzender oder stehender Tätigkeiten, unregelmäßigen Arbeitszeiten (zum Beispiel Schichtarbeiter) oder erhöhtem Stressaufkommen (beispielsweise an der Beschwerdehotline) können zielgruppenspezifische Kurse angeboten werden. Hier bieten sich unter anderem Seminare zum Thema Rückenschule, zum ergonomischen Arbeiten, zum Erlernen von Entspannungstechniken oder Yoga an. 

Das obere Management kann im Rahmen der Unternehmensfitness mit Personal Training oder Incentives angesprochen werden. Aus der Beratungspraxis von Fitness@Business kann eine hohe Nachfrage beispielsweise nach einem Personal Coaching mit bekannten Sportlern oder Persönlichkeiten es öffentlichen Lebens verzeichnet werden. 

Als gelungenes Beispiel eines Incentive-Angebotes sei an dieser Stelle das eines amerikanischen Finanzdienstleisters genannt. Dieser bietet in Deutschland seinen Mitarbeitern in Führungspositionen einen umfangreichen Gesundheits-Check mit Blutuntersuchung, Belastungs-EKG und Lungenfunktionstest an. Ein solcher kostet nicht selten mehrere Hundert Euro und wird bei Eigeninitiative nur unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenversicherungen übernommen. So kann neben einer hochwertigen Prämie gleichzeitig ein Beitrag zur aktiven Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter geleistet werden.  

Richtige Ansprache und Motivation 

Um Arbeitnehmer zu gesundheitsfördernden Maßnahmen zu bewegen, bedarf es einer umfassenden internen Imagekampagne des Unternehmens, die eine vollständige Aufklärungs- und Kommunikationsarbeit leistet. Diese sollte den Hintergrund, die Vorteile und die Notwendigkeit der Angebote für jeden Einzelnen verdeutlichen. Ebenso wichtig ist eine vollständige Akzeptanz der gesamten Führungsebene gegenüber den Fitnessangeboten sowie deren Integration in die Unternehmenskultur.

Als zusätzliches Motivationsmodell zur Nutzung der Fitnessaktivitäten sind jährliche Prämienzahlungen denkbar. So können Mitarbeiter pro besuchtem Seminar oder der Teilnahme an einer Sportgruppe mit einer Einmalzahlung belohnt werden. 

Lösungsansätze für Fitness Center 

Bei allen Fitnessangeboten ist jedoch zu beachten, dass es zu Problemen führen kann die Leitung der Sportgruppen oder Seminare mit eigenen Mitarbeitern (eventuell sogar mit Führungskräften) zu besetzen. Hier kommt es möglicherweise zu einer geringeren Akzeptanz oder der vollständigen Ablehnung der Belegschaft der Sport- und Gesundheitsangebote. 

Aus der Erfahrung unserer Beratertätigkeit sollten Fitness Center genau an dieser Stelle mit ihren Angeboten zur Unternehmensfitness anknüpfen. Die Mehrzahl der Studios bieten lediglich Kooperationen im Rahmen subventionierter Mitgliedschaften an. Darüber hinaus können unternehmensindividuelle Kurse, Seminare oder Vorträge (inhouse bei den Unternehmen oder in den Räumen des Fitness Centers) angeboten werden. 

Weiterhin steigt die Nachfrage der Unternehmen nach Personal Coaching für das obere Management. Hierzu könnten Studios ihr Angebot auf externe Trainer auszuweiten, die im Personal Training spezielle Sportarten auch außerhalb der Fitnessräume anbieten. Zu den Aktivitäten, die innerhalb der letzten Monate eine große Nachfrage verzeichneten, zählen unter anderem Laufseminare, Radgruppen oder Schwimmtraining. 

Für die Zukunft wird eine aktive Auseinandersetzung der Fitness Center mit den Bedürfnissen der Unternehmen immer mehr in den Mittelpunkt treten. Um weiterhin als starker Kooperationspartner in Sachen Unternehmensfitness zu fungieren, muss die zielgruppengerechte und kreative Erweiterung des Angebotes in deutschen Studios Einzug halten.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Shape up Magazin.


<< zurück

Wir sind Sponsor der

UltraRunners